Schreiblehrling

Zeugs, Gedöns und Blabla

Gedanken über Werbung

„Irgendwann raucht jedermann
seine erste Dannemann.“

Auch wenn ich nie Raucher war und in meinem ganzen Leben weniger als ein Dutzend Zigarren geraucht habe, ist dieser alte Werbespruch der Zigarrenfirma fest in meinem Kopf verankert. Warum ist das so?

Weil man sich Reime gut merken kann. Und Werbung, in der man angeschrien wird. Und Werbung, in der geflüstert wird. Alles, was aus der Norm fällt, was uns innehalten und aufhorchen lässt, erinnern wir besser.

Was eine Absatzförderung zur Folge hat, ist laut Definition Werbung. Wenn man in der Fußgängerzone Zettel gereicht bekommt, die auf eine Neueröffnung aufmerksam machen, ist das natürlich Werbung. Bunte Preisschilder im Ladenregal – sicher. Und sogar die Sortierung der Waren beinhaltet eine Art Werbung.

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Die Macht der Tinte

Damals, als Robin Hood den Sherwood Forest und Nottingham unsicher machte, da hatte ein mit Tinte und Papier verfasstes Dokument noch eine gewichtige Bedeutung. Heutzutage schreiben wir unter unsere E-Mails: „Bitte schonen Sie unsere Umwelt und prüfen, ob diese E-Mail wirklich ausgedruckt werden muss.“ In grün. Mit einem kleinen Bäumchensymbol daneben. Nicht selten landet ein frisch gedrucktes Blatt dann aber im Papierkorb, weil man eben doch nicht vorher geprüft hat, ob diese E-Mail wirklich hätte ausgedruckt werden müssen.

Und überhaupt: Der Weg vom Papierdokument zur E-Mail ist – bei all meiner Begeisterung für diesen digitalen Fortschritt diese Veränderung – nicht ausschließlich so etwas wie großartig. Durch unseren inflationären Gebrauch ist aus einem ehemaligen Kommunikationsmittel die Kommunikation selbst geworden. Will heißen: Oftmals schreibt man eine E-Mail einfach nur des Schreibens willen, ohne großen Inhalt. Oder sagen wir, ohne offensichtlichen Inhalt. Es geht dann eher um „schau, um wie viel Uhr ich noch E-Mails schreibe“ oder „ich habe die Nachricht bekommen und werde mich nicht kümmern“.

Das Verfassen einer Nachricht um des Inhalts willen ist etwas in den Hintergrund getreten und das ist schade. Wahrscheinlich existieren aus diesem Grund Angebote wie Postcrossing, bei dem man Postkarten an Fremde in aller Welt schickt und auch welche zurück bekommt. Es gibt auch Smartphone-Apps, in die man seine Urlaubsbilder hochlädt und die dann als echte Postkarte an den Empfänger gesandt werden. Also eine Karte mit Selfie vom Strand auf Zypern, persönlichem Gruß und echter Briefmarke aus… Deutschland. Nun ja.

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Podcasts IV

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Neulich in der Tagesschau:

Erstaunlich, dass es noch Menschen gibt, die nicht täglich Podcasts hören!

Ist natürlich gelogen, aber unterschreiben würde ich es trotzdem. Tatsächlich könnte ich die Hörschnipsel gar nicht mehr aus meinem Leben wegdenken. Und auch wenn viele davon Klamauk sind, so kommt es doch einigermaßen regelmäßig vor, dass ich in irgendeinem Gespräch plötzlich sage: »Ach, da hab ich neulich in einem Podcast was drüber gelernt!« Ein großartiges, fantastisches Medium. Nicht ohne Grund macht auch Audible, Tochter von Amazon, jetzt in Podcasts.

Es ist Zeit für eine Aktualisierung meiner Podcast-Liste.

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