Schreiblehrling

Zeugs, Gedöns und Blabla

Älter werden

Auweia! Ich bin zwar keine „sweet sixteen“ mehr (wenngleich ich mich immerhin noch als Millennial bezeichnen darf, was immerhin irgendwie jung klingt), aber als alt würde ich mich nicht bezeichnen.

Wobei Alter ja relativ ist. Es gibt da diese schöne Geschichte, die ich jedem aufdränge, wenn es um das Thema geht: Ich war achtzehn und arbeitete in einem Seniorenheim als Zivi. Eines Abends brachte ich eine Seniorin ins Bett, sie war um die achtzig, und erzählte währenddessen ein bisschen von meinem Wochenende: Wir hatten einen fünfzigsten Geburtstag gefeiert, eine große Party mit viel Tamtam. Da bekam die ältere Dame glasige Augen und sagte mit vollem Ernst: „Fünfzig, so jung wär ich auch gern nochmal.“

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Dein Haus brennt nieder. Was vermisst du am meisten?

Diesen Text verfasste ich vor einigen Jahren für ein kleines Gewinnspiel. Vorgabe waren die obige Frage und eine Begrenzung auf 1.800 Zeichen. Im Projekt .txt wurde nun das Wort Habseligkeiten ausgerufen und nun ja – das passt ja wie die Faust aufs Auge!


Beim Vorbeifahren sehe ich die Feuerwehrmänner, die den Wasserstrahl genau in mein zersplittertes Wohnzimmerfenster lenken. Man muss kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass nahezu das gesamte Stockwerk des Mehrfamilienhauses zerstört ist.

Mir schwirren mir viele Gedanken durch den Kopf. Die präsenteste: Was werde ich am meisten vermissen? Klare Antwort: meinen Computer. Tagebücher, Geschriebenes, Kontakte, Termine, E-Mails – also mein halbes Leben! Wobei, was ist mit den Kindheitsfotos? Sie waren in den Alben meiner Eltern – und auf dem Computer.

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Sonnenschein, Gesundheit und eine dicke Linksammlung

Diese Tage sind großartig; um genauer sein, sind sie es schon: Blauer Himmel und Sonnenschein, die Menschen sind draußen, mit etwas Glück und Einsatz eines Urlaubstages ist jetzt sogar schon Wochenende. Am Samstag ist obendrein auch noch Rhein in Flammen. Und: Das tolle Wetter soll die ganze Zeit so bleiben. Was will man mehr?

Ich wachte heute um 6:20 Uhr pünktlich kurz vor dem Weckerklingeln auf, denn ja, ich hatte vergessen, ihn auszustellen. Einschlafen war danach nicht mehr möglich – nennt man das schon senile Bettflucht? Stichwort Alter: Ich hörte neulich jemand in den Dreißigern sagen, er habe bereits mehr Leben hinter als vor sich. Das brachte mich zum Rechnen und zu der schwachen Hoffnung, dass das auf mich noch nicht zutreffen möge. Auch wenn ich es mir bereits manches Mal anders wünschte – an solchen Wochenenden voller freier Zeit, Sonne und Möglichkeiten ist das Leben schön. Jedoch weiß man nie, wann es zu Ende ist; und das ist natürlich der Grund für all die Facebook-Kalendersprüche des „lebe den Tag, als wäre es dein letzter“-Genres.

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