Schreiblehrling

Zeugs, Gedöns und Blabla

Hotpot: Der asiatische Feuertopf

Neulich war ich ein paar Tage krank. Schuld war wahrscheinlich der chinesische Feuertopf, auch Hotpot genannt. Aber was ist das überhaupt?

Hotpot ist ein Gericht mit vielen Möglichkeiten, das das Essen so kommunikativ macht wie Fondue und bei dem sich alle am Tisch um einen Topf scharen – je nach Gruppengröße auch um mehrere Töpfe. Das Prinzip kommt aus Asien und wurde dort perfektioniert. Als die Stadt des Hotpots gilt Chengdu in der Provinz Sichuan im Herzen Chinas. Schon am Flughafen soll man den Hotpot riechen können, zur Essenszeit soll der Duft die ganze Stadt umwehen. Auch wenn das vielleicht eine Übertreibung eines Hotpotbegeisterten sein mag – die Einwohner der Stadt lieben die Mahlzeit unumstritten.

Für einen Hotpot braucht man: Eine Herdplatte (Gas oder Induktion tun es natürlich auch), einen Topf mit Wasser und eine Menge an Gewürzen sowie die Hauptzutaten: Tofu, Fleisch, Fisch und allerlei Seegetier und Seegras sowie alles erdenkliche Gemüse und mitunter sogar Backwerk – und dies in allen Varianten und Formen. Mit anderen Worten: Im Topf landet später alles Essbare, das nicht süß ist, also keine Früchte.

Das Wasser im Topf wird erhitzt und stark gewürzt. Sobald es brodelt, wird die erste Fuhre der rohen Zutaten hinein gegeben und gewartet, bis sie gekocht sind. Sodann fischt sich jeder das, was er gerne essen möchte, aus dem Topf. Dazu gibt es in der Regel Reis mit selbst zusammenstellbaren Soßen und Dips aus Sojasoße, Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Erdnusscreme und je nach Angebot dutzender anderer Gewürze, die man hierzulande teilweise weder kennt noch kaufen kann.

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Älter werden

Auweia! Ich bin zwar keine „sweet sixteen“ mehr (wenngleich ich mich immerhin noch als Millennial bezeichnen darf, was immerhin irgendwie jung klingt), aber als alt würde ich mich nicht bezeichnen.

Wobei Alter ja relativ ist. Es gibt da diese schöne Geschichte, die ich jedem aufdränge, wenn es um das Thema geht: Ich war achtzehn und arbeitete in einem Seniorenheim als Zivi. Eines Abends brachte ich eine Seniorin ins Bett, sie war um die achtzig, und erzählte währenddessen ein bisschen von meinem Wochenende: Wir hatten einen fünfzigsten Geburtstag gefeiert, eine große Party mit viel Tamtam. Da bekam die ältere Dame glasige Augen und sagte mit vollem Ernst: „Fünfzig, so jung wär ich auch gern nochmal.“

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Dein Haus brennt nieder. Was vermisst du am meisten?

Diesen Text verfasste ich vor einigen Jahren für ein kleines Gewinnspiel. Vorgabe waren die obige Frage und eine Begrenzung auf 1.800 Zeichen. Im Projekt .txt wurde nun das Wort Habseligkeiten ausgerufen und nun ja – das passt ja wie die Faust aufs Auge!


Beim Vorbeifahren sehe ich die Feuerwehrmänner, die den Wasserstrahl genau in mein zersplittertes Wohnzimmerfenster lenken. Man muss kein Fachmann sein, um zu erkennen, dass nahezu das gesamte Stockwerk des Mehrfamilienhauses zerstört ist.

Mir schwirren mir viele Gedanken durch den Kopf. Die präsenteste: Was werde ich am meisten vermissen? Klare Antwort: meinen Computer. Tagebücher, Geschriebenes, Kontakte, Termine, E-Mails – also mein halbes Leben! Wobei, was ist mit den Kindheitsfotos? Sie waren in den Alben meiner Eltern – und auf dem Computer.

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