Ein Zwölftel des Jahres ist bereits vorbei, dabei haben wir gerade erst darauf angestoßen. Ein kleines bisschen länger vorbei ist der Weihnachtsurlaub in Spanien, aus dem wir zwei Dinge mitgebracht haben: Das erste ist ein neues Faible für Paella. Die übrigens, so lernte ich, in Valencia erfunden wurde und im Original unter anderem mit Kaninchenfleisch gemacht wird. Die Variante mit Meeresgetier gibt’s in Spanien auch, aber nur als eine von vielen. In dieser Wohnung kursiert seither die Idee, in Bonn ein reines Paella-Etablissement zu eröffnen.
Das zweite Mitbringsel aus Spanien ist der Wunsch, zu Hause besseren Kaffee trinken zu können, weil der im Urlaub so viel besser war. Also zog Anfang des Monats eine neue Maschine hier ein. Ich hatte vorher viel recherchiert und versucht, die Vor- und Nachteile abzuwägen, die Vollautomaten und Siebträgermaschinen jeweils mitbringen. Da ging es um Reinigungsaufwand, Wasserdruck, Defektwahrscheinlichkeit, Aufheizdauer, Zubereitungszelebrierungserfordernis und dergleichen. Am Ende wurde es die Siebträgermaschine, die wohl am nahsten an einem Vollautomaten dran ist, oder anders gesagt: die unsiebträgerischte Siebträgermaschine, die ich finden konnte. Die Kaffeeherstellung dauert seitdem zwar etwas länger, aber er schmeckt auch viel besser. Hachseufz.
Beruflich war der Monat spannend. Ich war erstmals bei Vergabeverhandlungen zugegen, auf der Seite der Auftraggeber, das war sehr interessant. Auf welche gesetzlichen Vorgaben man da zu achten hat, was gesagt werden muss, was nicht gesagt werden darf… und das mir, wo ich normalerweise eher losplappere. Mein Arbeitsbereich verändert sich außerdem gerade, auch das ist reichlich aufregend und momentan mit viel Arbeit verbunden, macht aber Spaß.
Weniger spaßig war ein Termin beim Zahnarzt, bei dem nun herauskam, was sich im November schon angedeutet hatte: Eines meiner zwei Zahnimplantate muss wohl entfernt werden und kann, wenn ich das möchte, auch ersetzt werden. Beim Einsetzen vor fünf Jahren hatte ich Angst, heute bin ich einfach nur genervt, vor allem wegen der Kosten. Augenroll-Emoji. Erstmal raus damit, ob ich ein neues will, entscheide ich später.
Wenn der künstliche Zahn schon raus muss, kann ich auch Süßigkeiten essen, beschloss ich. Eines Tages wollte ich Kekse und hatte keine, was an sich verwunderlich ist, weil ich mich rühme, immer Süßigkeiten zur Hand zu haben. Jedenfalls erkannte ich das Potenzial einer viel zu großen Tüte Äpfel im Kühlschrank und buk Apfelmuffins. Am Wochenende, zusammen mit dem neuen Kaffee und einem schönen PlayStation-Spiel ergab das eine sehr, sehr gute Mischung.
Und dann war da noch ein Chat mit Autokorrekturfehler, über den ich Tränen lachen musste! Plan war, mit einem Freund am Wochenende brunchen zu gehen. Er hat eine Glutenunverträglichkeit, also hatte ich bei der Reservierung angefragt, ob er sich ein paar Scheiben eigenes Brot mitbringen solle.

Wir fragten ihn natürlich beim Treffen, ob er denn an alles gedacht oder ob er womöglich seine Schamlippen zu Hause vergessen hätte.
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