Über das Buch bin ich bei der Onlinebibliothek in der Pride Month-Sektion gestolpert und da es um einen Bücherladen geht, war mir klar: Das muss ich leihen. Die Geschichte spielt in den 1970ern in New York City. Schwulsein ist bei Strafe verboten, man kann dafür verhaftet werden, schon allein deswegen, weil man auf die falsche Party geht.
Patrick führt den Buchladen einer älteren Frau, die nur ab und zu vorbei schaut. Der Deal ist: Sie bringt ihm von Zeit zu Zeit Menschen vorbei, die gerade im Leben straucheln und eine kleine Stütze benötigen. Sei es ein Dach über dem Kopf, etwas Geld, Essen, ein Job im Buchladen, oder alles zusammen.
Eines Tages steht sie mit Nathaniel vor der Tür, der verschlossen und still ist, aber weder Drogen nimmt noch die Kasse leert. Noch während Patrick versucht, den Mann zu verstehen, taucht plötzlich seine Schwägerin auf und bringt fürchterliche Nachrichten mit. Die drei Hauptpersonen werden zusammengepfercht und müssen sich miteinander zurecht finden.
Patrick doesn’t know what went wrong for Nathaniel, what brought him to Mrs. Kaplan, but he can see the shape of a life divided into before and after, and he knows how hard it is to figure out what you still have in common with the person you used to be. Maybe that’s why Nathaniel fits in here. Maybe all three of them are dealing with the kind of grief that slices your life into clean pieces, the sharpest knife.
Jedes dieser drei Leben ist aus anderen Gründen scharf in zwei Teile geteilt, also hat jede der drei Hauptpersonen es auf eigene Art und Weise schwer. Alle versuchen, im Rahmen ihrer bescheidenen Möglichkeiten die jeweils anderen zu unterstützen. Das ist herzerwärmend.
Das Buch habe ich natürlich nicht ohne Grund im digitalen Pride Month-Regal gefunden. Patrick und Nathaniel sind sich vielleicht etwas mehr als sympathisch, was unter diesen Vorzeichen und dem übersichtlichen Cast kein Wunder ist. Aber wie sie sich näher kommen, das hat Cat Sebastian wirklich schön formuliert.
They’re standing awfully close, close enough that you start to notice all the places your hands aren’t. You spend the vast majority of your life with no doubts as to where your hands belong, but put someone less than a foot away from you and the fact that at least one of your hands isn’t on that person’s body becomes a glaring omission.
Warum das Buch mich trotzdem nicht so in seinen Bann ziehen konnte, wie ich mir das gewünscht hätte, kann ich gar nicht sagen. Vielleicht lag es an der englischen Sprache, oder ich war zu selten in der richtigen Stimmung. Ich habe mich etwas schwer getan damit. Aber egal: Die Geschichte gefiel mir gut, vor allem weil sie ohne künstliche Dramen oder Höhepunkte auskommt. Eine sehr angenehme, ruhige, liebevolle Geschichte – und damit eine Empfehlung von mir.
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