Ein Traum

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Irgendwann habe ich mal gehört, dass Träume, selbst wenn sie gefühlt recht lange dauern, in der Wirklichkeit gar nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen. Mir ist das auch selbst schon mal passiert: Im öffentlichen Nahverkehr kann ich mich meist sehr gut entspannen, wenn ich nicht gerade stehen muss. So saß ich also mal in der Bahn zwischen der letzten und der Haltestelle, an der ich aussteigen musste, es waren noch knapp 300 Meter, also vielleicht eine Minute Fahrzeit. Ich schlief ein, träumte, wachte auf und stieg an meinem Stopp aus – und der Traum fühlte sich an wie vielleicht fünf Minuten. Beeindruckend!

Neulich, zwischen zwei Wachphasen beim Nachmittagsnickerchen, träumte ich dann etwas, das ich zum Glück behalten habe – normalerweise vergesse ich nämlich alles, was ich in der Nacht so „erlebe“.

Ich arbeite als Dienstleister. Meine Aufgabe ist es, den Kunden meines Arbeitgebers alles zu besorgen, was sie sich wünschen. Was das sein kann, das weiß ich nicht so genau, es ist auch nicht so wichtig. Nun spielt sich das Ganze nicht nur auf unserer Erde ab, sondern auch im Weltraum, in verschiedenen Dimensionen und Zeiten.

Für meine vielen Reisen brauche ich eine ganze Reihe Dinge, Geld zum Beispiel, aber auch Visa für die unterschiedlichen Zeitebenen und Welten, in die ich muss, um die Dinge zu besorgen. Mein direkter Arbeitgeber ist leider kürzlich verstorben, so dass ich jetzt bei einem anderen angeheuert habe.

Gerade habe ich die Auftragsliste fertig bearbeitet. Es ist eine Excel-Datei, in der die zu besorgenden Sachen aufgelistet sind. Ich habe eingetragen, wann ich für was Zeit habe, so dass mein Arbeitgeber sich um die passenden Reiseunterlagen kümmern kann. Offenbar arbeite ich in Teilzeit.

Ein Kumpel von mir ist schon länger bei diesem Arbeitgeber angestellt. Wir sitzen nach dem Ausfüllen der Tabelle noch ein bisschen zusammen in einer Bar und sprechen über meinen neuen, seinen alten Arbeitgeber und über die Kunden. Er fragt: „Du weißt aber schon, dass die meisten Sachen, die wir besorgen müssen, für Thomas Gottschalk sind, oder?“

Ich wüsste zu gerne, wie ich auf so einen Stuss komme.

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