Podcast-Empfehlung: Methodisch inkorrekt

Mikrofon

Physik.

Allein bei dem Wort habe ich damals in der Schule direkt auf Durchzug gestellt. Heutzutage ist das anders. Da höre ich zwei Physikern freiwillig (!) dabei zu, wie sie über ihre Arbeit sprechen. Mehr noch, ich mache ihre Ideen sogar nach!

Ob das wohl daran liegt, dass Nicolas und Reinhard es scheinbar spielerisch schaffen, Wissenschaft zu erklären? Denn das tun sie: Für jede Folge liest sich jeder der beiden in ein wissenschaftliches Paper ein, das nicht zwingend aus der Physik stammen muss. Die insgesamt vier Studien werden dann abwechselnd vorgestellt.

Zur Entspannung gibt es zwischendrin ein „Experiment der Woche“ mit Utensilien, die man sich in der Regel auch ohne Zugang zu einem Labor besorgen kann. Ja, und dann ist da noch Musik… es ist ihr Hobby geworden, verhältnismäßig schlechte Musik zu spielen, dafür hat diese immer auch Wissenschaft zum Thema. Kann man sich geben. Muss man aber nicht, denn: Als einer der wenigen hat dieser Podcast Kapitelmarken, so dass man bei Bedarf zum nächsten Thema springen kann. Sehr vorbildlich!

Die Folgen knacken zwar häufig die drei Stunden-Marke, sind aber wie jeder Podcast auch gestückelt gut zu hören.

Methodisch inkorrekt


Titelfoto: Maciej Korsan/StockSnap.io

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Mikrofon

„Hä?“

Wer hier regelmäßig liest, weiß, was ein Podcast ist. Für alle anderen: Stellt euch eine Radiosendung vor. Die nehmt ihr mit einer Kassette auf. Die Kassette steckt ihr in einen Walkman, den ihr ständig dabei habt. Und wenn ihr gerade Zeit habt, dann werft ihr das Gerät an und hört ein paar Minuten oder auch ein paar Stunden zu.

Ein Podcast ist im Grunde nichts anderes als solch eine Radiosendung. Ein Gerät lädt sich die Beiträge aus dem Internet und man kann sie sich anhören, wo und wann man Lust und Zeit hat. Die Abspielgeräte sind so schlau, dass sie sich merken, wo man zuletzt aufgehört hat – wie ein Lesezeichen sozusagen – und beim nächsten Mal geht es einfach dort weiter.

„Ach so!“

Seit einigen Jahren höre ich jetzt schon allerlei Podcasts und bin immer noch erstaunt, wie viele Stunden an Audiomaterial da durch die Lautsprecher fließt. Mit anderen Worten: Es gibt außerordentlich viele Situationen, die sich für den Konsum der Audioschnipsel anbieten. Zum Beispiel: Beim Autofahren, Sport machen oder Spazieren, vor dem Einschlafen, in der Küche, bei der Hausarbeit…

Anbieter solcher Podcasts sind zum einen Menschen, Firmen und Institutionen, die die Inhalte explizit nur für dieses Medium produzieren. Zum anderen haben klassische Radiosender verstanden, dass ihre Produktionen ohne großen Aufwand auch dafür genutzt werden können. So gibt es mittlerweile eine unüberschaubare Auswahl an professionell herstellten und an weniger aufwändig produzierten Podcasts.

„Und warum sollte ich…?“

Trotz all der Vorteile fristet dieses großartige Medium in Deutschland noch ein verhältnismäßig kleines Nischendasein. Zwar werden Podcasts zunehmend genutzt, aber die Zahl der Benutzer und Anbieter könnte wesentlich höher sein. Dabei sind Podcasts fast das Gleiche wie Videostreaming-Dienste (Netflix, Amazon Prime usw.), nur im reinen Audio-Format. Die USA sind den Deutschen – wie immer in solchen Technikdingen – weit voraus. Dennoch, oder gerade deswegen, lässt sich vermuten, dass in Zukunft auch hierzulande vermehrt Podcasts genutzt werden.

„Wie…?“

Wer Podcasts hören möchte, braucht dafür ein Empfangsgerät (den „Walkman“) und eine entsprechende Software zum Abspielen. Dafür bietet sich ein Smartphone an. Abspielsoftwares, auch Podcatcher genannt, gibt es für alle gängigen Smartphones kostenlos wie kostenpflichtig. Ich setze seit Jahren auf Downcast, aber die beste App mag jeder für sich selbst heraus finden.

„Und was höre ich mir jetzt an?“

Natürlich führen die Pioniere auf dem Gebiet schon seit Jahren entsprechende Datenbanken. Ein vernünftiger Podcatcher bietet außerdem eine Suchfunktion. Ich habe mir dennoch überlegt, hier ab und zu meine ganz persönlichen Favoriten zu präsentieren. Das ist natürlich höchst subjektiv, aber das muss nicht unbedingt schlecht sein. Los geht es demnächst mit Podcastern, die sich sicherlich zu den Großen in der Szene zählen dürfen.


Titelfoto: Maciej Korsan/StockSnap.io

Warum Blumen es bei mir schwer haben

Rotes Haus vor blauem Himmel mit Blümchen am Balkon

In der Wüste gibt es Pflanzenarten, die können wochen-, monate- oder sogar jahrelang ohne Wasser auskommen.

Das sagt eigentlich schon alles. Jetzt, wo der Sommer da ist, lässt sich hierzulande wieder über eine ansprechende Balkonbepflanzung nachdenken. Kästen sind vorhanden, Erde ist leicht zu beschaffen… aber die Blümchen?

Letztes Jahr war ich in einem großen Pflanzenhandel. Mit Hilfe einer Mitarbeiterin entschied ich mich für eine Reihe winterharter Grünlinge mit recht ansprechendem Aussehen. Winterhart, so dachte ich, heißt, dass das Pflänzchen auch einen Winter überstehen kann.

Das hat aber irgendwie nicht sollen sein: All die „winterharten“ Pflanzen haben den gar nicht so harten Winter leider nicht überlebt. Im Gegensatz übrigens zu einer „nicht winterharten“ Pflanze, der der Wetterumschwung nichts ausgemacht hat. Kleiner Rocker. Ob es wohl daran lag, dass ich die Pflanzen erst im Spätsommer erstand?

Dieses Detail ist im Übrigen auch ein Zeugnis meiner unprofessionellen Handhabe dieses schwierigen Themas. Außerdem muss jede Art von Pflanze, Blume, Gemüse oder Kraut hart im Nehmen sein, denn gegossen wird unregelmäßig. Und damit meine ich: selten, aber dann eher zu viel.

Ach ja, man hat es im Hause schreiblehrling nicht leicht. Ich sage immer, ich hätte einen schwarzen Daumen, denn das beschreibt es ganz gut.

Trotzdem. Vielleicht besorge ich bald neue Blumen. Allerdings tun die mir jetzt schon ein bisschen leid.