Webgelesen II

11. August 2026 · 1 Kommentar

Man liest so viel im Internet! Ein paar meiner Fundstücke reiche ich euch hier weiter.

Pocket Casts on the big screen

Podcasts kann (und sollte) man überall und jederzeit hören. Der Usecase von Videopodcasts hatte sich mir allerdings bislang nicht erschlossen. Das änderte sich mit diesem Artikel von Stefan: Es ist möglich, Serien aus MediathekViewWeb per RSS-Feed als Video zu abonnieren und diese auf Apple TV abzuspielen! 🤯 Das Ergebnis: Eine selbst zusammengestellte Serienmediathek. Ich habe in meinem Feedreader jetzt die täglichen Lokalnachrichten auf diese Art und Weise abonniert.

Girlbossed too close to the sun

Fragmente fragt sich, ob das eigentlich normal ist, dass man, einmal erwachsen, nie mehr als ein paar Tage Urlaub im Jahr hat. Und sie findet Worte für die freie Zeit im Sommer, die gleich Lust auf Urlaub machen.

Es fehlt mir. Diese langen, staubigen, heißen Tage. Pläne immer nur bis übermorgen. Ein Badeanzug, irgendwas drüber, Sandalen und seit Wochen keine Socken. Schwimmbadpommes und Cornetto-Eis und Gummitiere. Mit dem Fahrrad unterwegs. Grillenzirpen und Rasensprenger.

Wer konventionellen Kaffee kauft, muss mit Pestizidrückständen rechnen (Paywall)

Ärgerlich und leider auch nicht überraschend, dass Kaffee mit Chemikalien belastet ist. Die laut der Kolumne zwar in der EU verboten sind, jedoch nur das Ausbringen – die Einfuhr auf und in Produkten ist kein Problem. Bescheuert.
(Mit einem Bibliotheksausweis kann man sich bei Riffreporter einloggen und den Artikel lesen.)

Ich bitte Claude, mir ein Buch zusammenzufassen

Ich freue mich sehr auf die Zeit, in der wir wissen und untereinander ausgehandelt haben, wofür wir KIs einsetzen (können) und wofür nicht. Weil, so viel kann man sagen, der Test fehlgeschlagen ist.

Technologie hat ihre Magie verloren

Neue Soft- und Hardware hat sich früher irgendwie „besonderer“ angefühlt, inzwischen nimmt man diese halt so im Vorbeigehen mit.

Softwareupdates erkenne ich heute daran, dass ich neue Nutzungsbedingungen akzeptieren muss. 

Wobei ich der Meinung des Kommentators unter dem Artikel zustimme: Das liegt daran, dass die Neuerungen inzwischen zum Alltag gehören. Das führt aber zur Frage: Worüber werden wir uns künftig genauso freuen können wie über den ersten neuen Gameboy damals?

Spieletipp: Tiny Bookshop – Die eigene kleine Buchhandlung am Meer

Die Bewerbung eines Spiels im Literaturcafé ergibt Sinn, weil es um Bücher geht. Ich habe es heruntergeladen, angespielt und sofort die Vollversion gekauft, weil es so gemütlich und wholesome ist. Wir spielen den Eigentümer eines kleinen und neuen Buchladens, stellen den Wagen an verschiedenen Orten in der Stadt auf und freuen uns über Stammkunden, denen wir regelmäßig Bücher empfehlen. Wunderbar!

Der Startbildschirm des Spiels
Der Startbildschirm des Spiels

Ein Kommentar

  1. Mich beschäftigt vor allem die Aussicht, dass technische Neuerungen inzwischen daran erkannt werden, dass man neue Nutzungsbedingungen akzeptieren muss. Das ist vermutlich tatsächlich der Moment, in dem die Zukunft ihre Magie verloren hat. Früher bekam man einen Gameboy. Heute bekommt man 47 Seiten Vertragsänderungen und einen Button mit „Zustimmen“.

    Vielleicht liegt das Problem weniger daran, dass Technik alltäglich geworden ist, sondern daran, dass sie uns inzwischen selten noch überrascht und dafür umso häufiger belehrt. Das Gerät weiß bereits, was wir hören, sehen, lesen und kaufen sollen, möchte vorher aber noch bestätigen lassen, dass wir mit allem einverstanden sind.

    Umso sympathischer wirkt da plötzlich die kleine virtuelle Buchhandlung am Meer. Bücher aussuchen, Menschen beraten, Stammkunden wiedersehen. Keine Disruption, kein Paradigmenwechsel, vermutlich nicht einmal ein verpflichtendes Webinar.

    Vielleicht ist das inzwischen schon Eskapismus genug:

    eine Zukunft, in der niemand vor dem Öffnen eines Buches die AGB aktualisiert.


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