Wirre Weihnachtszeit

Gestern fuhr ich mit dem Bus in die Stadt, dort drängten sich die Menschenmassen durch die Gassen. Das ganze ist ziemlich lange her, ich weiß es noch genau, ich war nämlich fast allein dort. Natürlich suchte ich nach Weihnachtsgeschenken, was für eine unnütze Aufgabe, doch als ich die üppige Osterdekoration betrachtete, da überkam mich der Wunsch, endlich wieder jemandem ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen.

Gesagt, getan: Ich lief in die nächste Drogerie auf der Suche nach etwas zu Essen und kaufte beim erstbesten Marktschreier einen Besen. An der Kasse tippte mir von hinten jemand auf die Schulter und schnauzte mich an: "Möchten Sie vor? Ich sehe, Sie haben nur eine Sache, ich verkaufe ganz viel." "Sehr freundlich", raunte ich und war kurz danach wieder an der frischen Luft. Etwas enttäuscht über den Einkauf schleppte ich die schweren Kisten zum Auto und wollte gerade einsteigen, als das Taxi plötzlich ohne mich losfuhr. Natürlich rannte ich laut flüsternd vorneweg: "Stehen bleiben, mein Kind ist in Ihrem Wagen!" Aber der Fahrer hörte mich nicht.

Ich musste also selbst die Initiative ergreifen, stand aus meinem Sessel auf und sprintete zum Bus. Keuchend erreichte ich das Fahrerhäuschen, ließ mich bezahlen und folgte dem Kettcar, das gerade um die nächste Ecke tuckerte. Zum Glück waren aber so viele Autos auf der Straße, dass ich ohne Probleme mithalten konnte. Gerade vor der nächsten Brücke erreichte ich das Cabriolet und konnte es stoppen. "Geben Sie mir meinen Fruchtsalat wieder", rief ich freundlich. Die Fahrerin ließ mich durch und vor Trauer lachend schwamm ich nach Hause.

Und die Moral von der Geschichte? Manchmal bleibt man besser daheim.

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