Versicherungen für Kriminelle – warum nicht?

Es mag daran liegen, dass ich vor einer Weile das erste Mal in meinem – zugegebenermaßen nicht mehr ganz jungen – Leben Der Pate gesehen habe, dass ich überhaupt auf solch eine schräge Idee gekommen bin. Aber Ideen sollte man zu Ende denken dürfen.

Also: Da stürmt jemand eine beliebige Bank, erbeutet soundsoviel Geld, kommt damit davon und macht sich ein schönes Leben am anderen Ende der Welt. End of story. Die Bank hat das Nachsehen. Oder: Da ergaunert jemand durch geschickte Technik die Kreditkartendaten eines Unwissenden und geht damit fröhlich online einkaufen. Das Opfer der Missetat erstattet Anzeige, meldet den Vorfall der Bank, bekommt das verlorene Geld erstattet und auch hier geht der Onlineräuber gut gekleidet aus der Sache raus. Das Nachsehen hat wieder die Bank.

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Und nun glaubt ja sicher keiner, dass Banken in solchen Fällen freiwillig draufzahlen. Banken zahlen sowieso nie freiwillig drauf. Tut ja niemand. Und was macht man, um sich gegen solche Situationen abzusichern? Genau, man schließt eine Versicherung ab. Eine Versicherung ist nichts anderes als eine Wette: Die Bank wettet, dass sie bestohlen wird, die Versicherung hält dagegen und zieht fröhlich so lange den »Versicherungsbeitrag« ein, bis die Bank eines Tages mal die Panzerknacker zu Besuch hatte und damit die Wette gewinnt.

Aber zurück zum Thema: Warum sollte nicht eine Versicherung mal ein Angebot an den Bankräuber machen? Denn es ist ja so: Die gestohlenen Scheine werden mit Farbe besprüht, angezündet, verätzt oder sonstwie zerstört, so dass sie, wenn sie schon der Bank verloren gehen, dann wenigstens auch für den traurigen Hinterlist nicht benutzbar sind. Also gucken beide in die Röhre.

Als findiger Vertreter würde ich doch beiden Parteien eine Versicherung anbieten. Findet der Stehlende in seinem Raubbeutel nur farbige Matsche statt unnummerierter Scheinchen, könnte er von der – den Berufsethos offenbar völlig ignorierenden – Versicherung mindestens die Hälfte der Kohle als »Wetteinsatz« ausgezahlt bekommen.

Ich frage mich, warum sich in diesem Geschäftsfeld noch niemand betätigt. Obwohl… ganz offensichtlich bin ich nicht der erste, dem diese Idee in den Sinn gekommen ist. In Ich, einfach unverbesserlich gibt es zumindest eine »Bank Of Evil«…

Erstens:

Zweitens:

Foto: dantetg / pixabay

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